25.09.2008

Daß Computer nicht immer nur graue, hässliche Objekte sein müssen, hat der Hersteller Apple längst bewiesen. Inzwischen sind die Macs und Ipods zu wahren Lifestyle-Artikeln avanciert. Einzig der eigene Arbeitsplatz wollte oft nicht mit den wohlgeformten Produkten harmonieren.
Diesem Problem hat sich ein findiger Designer nun angenommen. Der sogenannte iDesk soll die perfekte Ergänzung zu den meist in schlichtem Weiss gehaltenen Rechnern sein. Die hochglänzende Oberfläche hat nämlich Einiges zu bieten. Dank einer intelligenten Kabelführung trübt keine störende Leitung mehr den Anblick des Betrachters. Der iPod findet in einer integrierten Docking-Station seinen Platz.
Noch ist das Möbel nur in einer limitierten Stückzahl erhältlich. Es bleibt aber zu hoffen, daß das exklusive Handwerksstück größeren Absatz findet und so der stattliche Preis von 2.200,- Euro noch etwas sinkt...
24.04.2008

Dass die Japaner immer schon ein wenig verrückt waren, ist hinlänglich bekannt. Was sich der japanische Techno-Konzern Thanko nun aber ausgedacht hat, ist schon wirklich skurril: Die Ventilatoren-Krawatte für tüchtige Geschäftsmänner. Thanko hat schon mit außergewöhnlichen Erfindungen wie dem USB-Raketenwerfer oder der USB-Zahnbürste für Aufsehen gesorgt – aber ein Ventilatoren-Schlips?
Ein USB-Kabel verbindet die Krawatte mit dem Computer und versorgt sie so mit Strom. Die Frage, die sich mir dabei – abgesehen von der eingeschränkten Bewegungsfreiheit – stellt: Wie kann der Ventilator seinen Zweck erfüllen, wenn er doch kerzengerade nach vorne weg bläst? Sind die Japaner wirklich ein Völkchen voller Ja-Sager, die ständig mit dem Kopf nicken? Oder gibt es bei der innovativen Krawatte verschiedene Einstellwinkel? Um diese Fragen zu klären, muss wohl jemand die Krawatte auf den europäischen Markt bringen – oder die japanische Bedienungsanleitung übersetzen.
11.04.2008

Eine tolle Idee, die da in Graz geboren wurde: Handy-Verbot in Bussen und Straßenbahnen, damit man wieder in Ruhe öffentlich verkehren kann. Damit kann es aber nicht getan sein, will man die Öffis in Ruhe-Oasen verwandeln: Was ist mit den beiden Rüpeln hinter mir, die mich mit ihren „saugeilen“, „oida wie org is des“-Geschichten einfach nicht in Ruhe entspannen lassen? Verbieten soll man die! Diese rücksichtslose Frauenstimme, die vor jeder Haltestelle eine Durchsage macht – verbieten! Die surrenden Flat-Bildschirme in der Straßenbahn – verbieten! Fahrscheinkontrollore mit ihrer aufdringlichen Art – verbieten! Kläffende Hunde – verbieten! Wieso eigentlich die Verbote nur auf die öffentlichen Verkehrsmittel beschränken? Reden in der Herrengasse – verbieten! Das nervende Glockenspiel-Geläute – verbieten! Sirenen von Einsatzfahrzeugen – verbieten! Alle Geräusche so lange verbieten, bis wir alle nur noch schweigend durch Graz spazieren. Dann ist Graz wahrlich ein „stilles Örtchen“ – aber in der negativsten Definition dieser Wortschöpfung.
02.11.2007

Unser digital durchwirktes Zeitalter bietet schon für jedweden erdenklichen Zweck ein mehr oder weniger passendes elektronisches Gadget. Angefangen von USB-getriebenen Handstaubsaugern über selbstöffnende Mülleimer bis hin zu Tassenwärmern mit integrierter Mausfunktion. Wo wir früher einen einfachen Block benutzten, ist jetzt ein Personal Digital Assistant – kurz PDA – zur Stelle der allerdings deutlich mehr Zuwendung erfordert um ihm die gewünschte Funktion abzuringen.
Oft ist es jedoch die einfache Lösung – ohne viel Schnickschnack – die das gewünschte Ergebnis auf viel unmittelbarerem Weg bringt. Nichts ist für den Menschen natürlicher als seine Hände zur Unterstützung zu verwenden, beispielsweise um zu zählen. Finger sind praktischer Weise immer zur Hand, voll kompatibel zum dezimalen Zahlensystem und dazu noch übersichtlich angeordnet.
Nichts liegt deshalb näher, als die menschliche Hand als Basis für ein stets verfügbares „Augmented-Reality“-Tool heranzuziehen – der analoge Datenhandschuh. Ein ganz normaler Handschuh, der mit der benötigten Information bedruckt ist – frei nach Marshall McLuhan sozusagen eine „Extension of Man“. Als Anwendungsbeispiel wäre zum Beispiel ein Jahreskalender zu nennen. Die Wochentage sind auf die Finger verteilt (Samstag und Sonntag bekommen jeweils einen farblich abgesetzten Zusatzfinger) und die Bedruckung der Fingerknöchel lässt niemanden mehr im Unklaren, ob der Mai jetzt 30 oder doch 31 Tage hat. So bekommt der Slogan „Information at your Fingertips“ eine völlig neue Bedeutung.
08.10.2007

Niemand würde bestreiten, dass ein Luftballon eine stimmungsaufhellende Wirkung verbreitet. Das ist sicher ein Grund dafür, dass er gerne als Werbeträger eingesetzt wird. Zu diesem Zwecke wird er meist bloß bedruckt und das ist weiter nicht besonders aufregend. Ich bin deshalb der Meinung, dass das Potential von Luftballons bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist.
Vergleicht man ihn etwa mit Papier, das zugegebener Maßen einen deutlich weiter zurückreichenden historischen Hintergrund besitzt, ist der Luftballon seit seiner Entstehung praktisch unverändert geblieben. Man denke nur an die verschiedenen Techniken mit denen Papier heutzutage bearbeitet wird um interessante Effekte zu erzielen – Lackierungen, Prägungen, Stanzungen – um nur einige davon zu nennen.
Es wäre an der Zeit die Evolution des Luftballons voranzutreiben. Ballons können mehr als bloße bedruckte Plastikblasen oder unter grauenhaftem Quietschen entstandene selbstgedrehte Pudel von dahergelaufenen Alleinunterhaltern sein. Die durchschlagende Innovation wäre der Luftballon mit Stanzung – ein Ballon mit Loch.
Da soll mir jetzt einer kommen und sagen, das sei unmöglich. Es geht letztendlich bloß darum, dass man permanent gleich viel Luft in den gefüllten Ballon bläst wie bei der Stanzung wieder entweicht. Das ist mit reiner Lungenkraft wahrscheinlich kaum zu bewerkstelligen jedoch mit einem kompakten Kompressor durchaus machbar.
24.09.2007

Jeder kennt das Gefühl – ab und zu kommt es einem regelrecht vor als ob die Gehirnwindungen verstopft wären. Egal wie sehr man sich auch anstrengt die richtige Idee will einfach nicht kommen. Falls man jetzt noch sitzen sollte wäre der richtige Zeitpunkt aufzustehen. Ein bisschen Bewegung kann die Kreativleistung unterstützen – das wusste schon Aristoteles.
Wenn man sein Gehirn erstmal physisch in Bewegung bringt, dann klappts auch mit den Ideen. Sollte Aufstehen und ein bisschen herumgehen nicht den erwünschten Erfolg bringen, kann man auch ruhig zu drastischeren Mitteln greifen. Versetzt man sich in Extremsituationen, so kann das den müden Ganglien noch einmal ordentlich auf die Sprünge helfen. Ein probates Mittel um eine solche Extremsituation herbeizuführen, kann zum Beispiel ein harmlos wirkender Alu-Roller sein.
Kurvt man etwa mit Todesverachtung durch die „Montage-Schikane“ unserer Agentur oder lässt man sich auf der zentralperspektivischen-Dielenflucht-Geraden so richtig den Wind um die Ohren pfeifen verschwindet mit Sicherheit jedwede geistige Barriere. Daraus ergibt sich für den aufmerksamen Leser folgender Schluss – je schneller ich mich bewege desto schneller auch mein Denken. Wissenschaftlich zwar nicht erwiesen aber auf jeden Fall einen Versuch wert.
Ida
IDEELL
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